Immer wieder stoße ich bei sogenannten Fachblogs und WordPress Cracks auf das scheinbar sehr beliebte Plugin Comments Policy for WordPress.
Man gibt diverse Variablen im AdminBereich ein. Ala »Wenn du Spamst bist du böse«, »Bitte erst lesen« etc. pp.
Das sieht dann meist in der Ausgabe so aus:

Die Idee ansich ist ja ganz nett, aber wenn ich die Blogs sehe auf denen das genutzt wird, dann ist davon auszugehen, dass dort ab und an mal händisch in den WordPress Dateien was geändert wird. Das die Schreiber dort etwas Ahnung von WordPress haben (denn sie schreiben ja öfter über WordPress) sich aber eigentlich nur ein weiteres Plugin ans Bein binden.
Daher frage ich mich, warum mehr Speicher- und Ladezeit verplempert wird, indem man noch zusätzlich ein Plugin zu den bereits – gefühlten – 50 installierten Plugins installiert, wenn man das alles total simpel selbst machen kann?
Ich habe auf meinen Blogs einfach einen kleinen Textbaustein integriert. Meist in der Datei comments.php unter dem Kommentarfeld. Bei mir sieht das dann so aus.
Für die Kommentare sind ausschließlich die jeweiligen Verfasser verantwortlich. Der Betreiber dieser Seite behält sich vor, einzelnen Besuchern / Mitgliedern zeitweise oder gänzlich die Schreibberechtigung zu entziehen. Für vorgestellte Produkte wird kein Support geleistet. Bitte auf den entsprechenen Produktseiten und Foren nachsehen. Individuelle Fragen werden ggf. beantwortet. Es besteht keinerlei Anspruch auf die Beantwortung individueller Fragen zu Produkten. Auch keine Kaufberatung und sonstiges.
Es wird darum gebeten in den Kommentaren eine engagierte und faire Diskussion zu führen, sowie eine akzeptable Wortwahl zu nutzen. Verwenden Sie bitte eine Sprache, die Sie in Antworten zu Ihren Beiträgen auch akzeptieren würden. Einträge werblicher Natur werden kommentarlos gelöscht. Es besteht keinerlei Anspruch auf die Veröffentlichung von Kommentaren.
Das hat den Vorteil, dass man nicht auf das Format des Plugins angewiesen ist. Wie zum Beispiel fette Listen, und die vom Plugin großzügig genutzte Platzverschwendung verbannen kann. Weiterhin braucht man kein weiteres Plugin installieren und kann sich den Text individueller und persönlicher gestalten. Mit ein wenig CSS kein Problem und es gibt einem letztendlich die völlige Freiheit.
Wie gesagt, für ein 0/815 Blog sicher interessant. Aber für WordPress Blogs und Internetthemenblogger, die stetig WordPress Thematiken behandeln, meiner Meinung nach eher suboptimal.
Und abschließend sei gesagt, dass es den Spammern und Spambots sowieso an der Regio glutaea vorbeigeht.
Subjetive Sichtweise. Natürlich hast du Recht, man muss dieses Plugin nicht einsetzen weil man auch alles händisch im Quelltext hinterlegen kann. Ich nutze es auch auf 2 Blogs und habe bzgl. Speicher- und Ladezeit keine schlechten Erfahrungen gemacht. Soweit ich es beurteilen kann ist Comments Policy ein harmloser Zwerg der ein Blog weniger beinträchtigt als beispielsweise das Networked Blog Widget in deiner Sidebar.
Nun stellt sich die Frage, muss man, nur weil man es auch anders lösen kann, auf jede Bequemlichkeit verzichten? Comments Policy lässt sich schnell ausfüllen und an eigene Wünsche anpassen. Besonders in Hinblick auf die Optik. Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen wenn ich sage das Comments Policy bei mir einige Spammer gestoppt hat oder sie dazu gebracht hat ihren Kommentar vor dem absenden zu kontrollieren. Vermutlich weil der Kasten ins Auge fällt, was man von deinem Kleingedruckten nicht gerade behaupten kann.
Blogger die auf dieses Plugin zurückgreifen direkt als 0/815 zu bezeichnen finde ich schon enorm grenzwertig. Warum nicht auf Hilfsmittel zurückgreifen? Muss man heutzutage zwingend mit jedem seiner Skills für das Publikum posen? Als anderes Beispiel, ich bin durhaus in der Lage meinen Kaffee von Hand zu brühen, soll ich deshalb die Kaffeemaschine rauswerfen weil sie Strom frisst? ;)
LG Piet
@ Piet: Ich meinte das mit 0/815 Blogs eher so allgemein. War nicht “wirklich” böse gemeint.
Ich selbst habe das Plugin auch getestet und bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass es überflüssig ist.
Sicher ist gegen Bequemlichkeit nichts zu sagen. Aber Dinge die man auch selbst so ohne großen Aufwand lösen kann, gleich mit einem Plugin zu lösen ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich der richtige Weg.
Und ehrlich ich kann mit eigenem Text und ein wenig CSS mehr anpassen und erreichen als mir das Plugin erlaubt.
Warum soll ich erst ein Plugin nach meinen Bedürfnissen anpassen, wenn ich das auch so ohne Plugin wesentlich einfacher erledigen kann?
Das Plugin hält keine Spammer direkt ab. Es regt vielleicht kurzfristig Realpersonen zum überlegen an, ob es sich lohnt einen Spamkommentar zu verfassen. Das tut ein Text wie z.B. meiner auch.
Allgemein: Ich finde das Plugin überflüssig, ich sage nicht das es schlecht ist. Sonst hätte ich es auch nicht verlinkt.
Bzgl. Networked Plugin hast du recht. Das fliegt auch bald raus. Diese Seite ist ja noch jungfräulich. ;-)